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Etta Hilsberg , Gründerin,
Dirigentin und Managerin der Camerata vocale Berlin, wurde in
Norderdithmarschen geboren. Seit ihrem 14. Lebensjahr war sie als Organistin
tätig und wurde außerdem in verschiedenen Chören Norddeutschlands musikalisch
gefördert. Sie studierte Kirchenmusik in
Berlin und darüber hinaus absolvierte sie bei Prof. Hofbauer (Wien) eine
Ausbildung als Stimmbildnerin. Nach dem Studienabschluss wirkte sie 15 Jahre
als Organistin und Kantorin in Berlin. Seit 1985 ist sie freischaffende
Musikerin, Dirigentin und Musikpädagogin für Klavier, Orgel und Stimmbildung.
1985 gründete Etta Hilsberg die
Camerata vocale Berlin. Sie tritt mit ihrem Chor seit 1989 kontinuierlich in
der Philharmonie Berlin und dem Konzerthaus Berlin mit einer eigenen
Konzertreihe auf. Sie arbeitet mit hervorragenden
Orchestern zusammen, wie z. B. dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orchester
der Deutschen Oper, den Berliner Symphonikern, dem Deutschen Kammerorchester
Berlin, dem Radio Symphonie Orchester Pilsen, dem Tokyo Symphony Orchester
und dem Kammerorchester Osaka. Konzerteinladungen führten sie
mehrfach nach Japan, in die USA und ins europäische Ausland. Eine besonders
enge Zusammenarbeit besteht zwischen dem Gewandhauschor Osaka und der
Camerata vocale Berlin. Beide Chöre haben unter der Leitung von Etta Hilsberg
sowohl in Berlin als auch in Osaka große Werke von Bach, Brahms, Mozart und
C. Ph. E. Bach aufgeführt. Ein besonderes Anliegen ist ihr
die individuelle Stimmbildung für die Chormitglieder, die sie mit großer
fachlicher Kompetenz und Engagement umsetzt, wobei sie das Singen
insbesondere über bewusste Körperwahrnehmung vermittelt. Etta Hilsberg hat
mit dieser Arbeit die Qualität des Chores enorm gesteigert. Die Förderung
durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin seit 2002 ist die beste
Auszeichnung für ihre professionelle Arbeit. Im Januar 2008 wurde Etta
Hilsberg in Würdigung ihrer Verdienste für die Camerata vocale Berlin vom
Bundespräsidenten Horst Köhler besonders geehrt. |
In „Anerkennung herausragender
Verdienste um das Berliner Chorleben“ wurde Etta Hilsberg am 7. Mai 2010 die
Geschwister-Mendelssohn-Medaille durch die Präsidentin des Chorverbandes
Berlin in der historischen Mendelssohn Remise in Berlin Mitte verliehen. Prof. Vagts vom Berliner
Chorverband sagte in seiner Laudatio: Etta
Hilsberg ist seit 1972 in der Berliner Chorszene aktiv. 1985 gründete sie die
Camerata vocale Berlin, einen Oratorienchor
mit breitem Repertoire und hoher musikalischer Qualität. Sie
praktiziert das Zusammenwirken zwischen Laien und Berufsmusikern legt großen
Wert auf individuelle Stimmbildung und setzt sich mit ihrem Chor für soziale
Ziele ein. Sie versteht es mit interessanten Projekten Menschen für den
Chorgesang zu begeistern. Ihr besonderer Verdienst darin besteht,
Konzertbesucher aller Altersgruppen und Schichten mit den Werken der
Weltliteratur, aber auch mit Werken zeitgenössischer Kompositionen vertraut
zu machen. Etta Hilsberg ist mit ihrem Chor zu einer angesehenen Institution
im Berliner Chorleben geworden.
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